Ein Stück badische Geschichte im Glottertal: Die Restaurierung des Empiresofas aus Sankt Peter
In unserer Werkstatt im Glottertal vergeht kaum ein Tag ohne spannende Herausforderungen. Doch ein aktuelles Projekt sticht ganz besonders heraus: Ein historisches Empiresofa aus dem Fürstensaal des ehemaligen Klosters Sankt Peter auf dem Schwarzwald erfährt unter unseren Händen eine umfassende, wissenschaftlich fundierte Restaurierung. Dieses außergewöhnliche Vorhaben bildet zugleich das Herzstück der Projektarbeit von Kilian Strecker zum staatlich geprüften Restaurator im Raumausstatterhandwerk (Master Professional).
1. Das Objekt: Ein höfisches Kunstwerk um 1810Das zu restaurierende Empiresofa ist weit mehr als ein imposantes Sitzmöbel – es ist ein bedeutsames Zeugnis badischer Landesgeschichte. Entstanden um das Jahr 1810, spiegelt das Möbelstück die feine Ästhetik und die handwerkliche Exzellenz der Empire-Epoche wider. Historische Recherchen und stilkritische Vergleiche deuten darauf hin, dass das Sitzmöbel ursprünglich aus dem Umfeld einer der prominentesten Persönlichkeiten der badischen Geschichte stammt: Prinzessin Stéphanie de Beauharnais, der Adoptivtochter Napoleons und Großherzogin von Baden. Über verschiedene Etappen fand das Sofa schließlich seinen repräsentativen Platz im Fürstensaal des Klosters Sankt Peter auf dem Schwarzwald.
Steckbrief des Restaurierungsobjekts:
Möbeltyp: Klassisches Empiresofa / Kanapee
Datierung: ca. 1810 (Empire)
Herkunft: Badische Schlösser / Fürstensaal Kloster St. Peter (Schwarzwald)
Projektkontext: Projektarbeit zum „Master Professional“ (Staatlich geprüfter Restaurator)
Ausführender: Kilian Strecker (Raumausstattung Strecker)
Zielsetzung: Konservierung, reversible Substanzsicherung & Wiederherstellung der Gebrauchstüchtigkeit
2. Der Befund: Wertvolle Originalsubstanz unter späteren SchichtenEine der ersten und wichtigsten Phasen jeder restauratorischen Arbeit ist die eingehende Voruntersuchung und Dokumentation. Obwohl der äußere Bezugsstoff im Laufe der Jahrzehnte erneuert und den jeweiligen Moden angepasst wurde, offenbarte der Blick ins Innere des Möbels wahre Schätze historischer Handwerkskunst. Sowohl im Sitzbereich als auch in der Rückenlehne haben sich noch wesentliche Teile der bauzeitlichen Polsterung erhalten. Dazu gehören: Originale Hanfgurte: Die handgewebten Untergurte bilden das stabile Fundament der klassischen Fasson. Historische Füllstoffe: Pflanzliche Fasern und Rosshaar, die in traditioneller Handarbeit in Form gebracht wurden.Traditionelle Schnürungen: Ursprüngliche Techniken der Polsterkonstruktion des frühen 19. Jahrhunderts.
RESTAURATORISCHER GRUNDSATZ: REVERSIBILITÄT & KONSERVIERUNG
Im modernen Restaurierungshandwerk gilt die goldene Regel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich eingreifen. Alle
Maßnahmen müssen reversibel sein – das bedeutet, sie können bei zukünftigen wissenschaftlichen Untersuchungen oder
Restaurierungen ohne Beschädigung der Originalsubstanz wieder rückgängig gemacht werden.
3. Das Konzept: Handwerkliche Präzision trifft Denkmalpflege
Die Herausforderung bei der Restaurierung des Empiresofas liegt im perfekten Gleichgewicht zwischen dem Konservieren
des historischen Befunds und dem Herstellen der praktischen Belastbarkeit. Schließlich soll das Sofa im Fürstensaal
von St. Peter nicht nur als museumales Schauobjekt dienen, sondern auch wieder voll funktionstüchtig sein.
Die Einzelschritte der Restaurierung:
Sicherung & Festigung: Die empfindlichen, originalen Hanfgurte und Fassonschichten werden behutsam gereinigt,
ausgetauscht oder dort nachgespannt, wo es die Statik erfordert.
Ergänzung mit historischen Materialien: Fehlende oder abgenutzte Polstervolumina werden ausschließlich mit
epochegerechten Materialien wie natürlichem Rosshaar und Werdol ergänzt.
Sorgfältige Bezugsarbeiten: Der neue Bezugsstoff wird unter Berücksichtigung historischer Webmuster und Vorbilder
ausgewählt und fachgerecht von Hand vernäht.
Holz- und Oberflächenbehandlung: Die hölzerne Tragkonstruktion und deren Fassung werden gereinigt, Fehlstellen
ergänzt und die Patina konserviert.
4. Traditionelles Raumausstatterhandwerk im Glottertal
Projekte wie die Restaurierung dieses Empiresofas zeigen die tiefe Verbindung zwischen historischem Kulturgüterschutz und
moderner Raumausstattung. Das Wissen um alte Polstertechniken, Materialkunde und Stilgeschichte fließt bei
Raumausstattung Strecker direkt in die tägliche Arbeit ein – ob bei der Restauration von Familienerbstücken oder der
Anfertigung hochwertiger, individueller Neupolsterungen.
Wir freuen uns darauf, dieses beeindruckende Möbelstück nach Abschluss der Arbeiten wieder an seinen angestammten Platz
im Fürstensaal des Klosters Sankt Peter zu übergeben!
Haben Sie selbst ein antikes Polstermöbel, das eine fachgerechte Aufarbeitung benötigt?
Ob Erbstück, Antiquität oder Stilmöbel – wir beraten Sie gerne unverbindlich zu Restaurierungs- und Polstermöglichkeiten.
Raumausstattung Strecker | Ihr Meisterbetrieb im Glottertal
Qualität, Tradition und Leidenschaft für Ihr Zuhause.
1. Das Objekt: Ein höfisches Kunstwerk um 1810Das zu restaurierende Empiresofa ist weit mehr als ein imposantes Sitzmöbel – es ist ein bedeutsames Zeugnis badischer Landesgeschichte. Entstanden um das Jahr 1810, spiegelt das Möbelstück die feine Ästhetik und die handwerkliche Exzellenz der Empire-Epoche wider. Historische Recherchen und stilkritische Vergleiche deuten darauf hin, dass das Sitzmöbel ursprünglich aus dem Umfeld einer der prominentesten Persönlichkeiten der badischen Geschichte stammt: Prinzessin Stéphanie de Beauharnais, der Adoptivtochter Napoleons und Großherzogin von Baden. Über verschiedene Etappen fand das Sofa schließlich seinen repräsentativen Platz im Fürstensaal des Klosters Sankt Peter auf dem Schwarzwald.
Steckbrief des Restaurierungsobjekts:
Möbeltyp: Klassisches Empiresofa / Kanapee
Datierung: ca. 1810 (Empire)
Herkunft: Badische Schlösser / Fürstensaal Kloster St. Peter (Schwarzwald)
Projektkontext: Projektarbeit zum „Master Professional“ (Staatlich geprüfter Restaurator)
Ausführender: Kilian Strecker (Raumausstattung Strecker)
Zielsetzung: Konservierung, reversible Substanzsicherung & Wiederherstellung der Gebrauchstüchtigkeit
2. Der Befund: Wertvolle Originalsubstanz unter späteren SchichtenEine der ersten und wichtigsten Phasen jeder restauratorischen Arbeit ist die eingehende Voruntersuchung und Dokumentation. Obwohl der äußere Bezugsstoff im Laufe der Jahrzehnte erneuert und den jeweiligen Moden angepasst wurde, offenbarte der Blick ins Innere des Möbels wahre Schätze historischer Handwerkskunst. Sowohl im Sitzbereich als auch in der Rückenlehne haben sich noch wesentliche Teile der bauzeitlichen Polsterung erhalten. Dazu gehören: Originale Hanfgurte: Die handgewebten Untergurte bilden das stabile Fundament der klassischen Fasson. Historische Füllstoffe: Pflanzliche Fasern und Rosshaar, die in traditioneller Handarbeit in Form gebracht wurden.Traditionelle Schnürungen: Ursprüngliche Techniken der Polsterkonstruktion des frühen 19. Jahrhunderts.
RESTAURATORISCHER GRUNDSATZ: REVERSIBILITÄT & KONSERVIERUNG
Im modernen Restaurierungshandwerk gilt die goldene Regel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich eingreifen. Alle
Maßnahmen müssen reversibel sein – das bedeutet, sie können bei zukünftigen wissenschaftlichen Untersuchungen oder
Restaurierungen ohne Beschädigung der Originalsubstanz wieder rückgängig gemacht werden.
3. Das Konzept: Handwerkliche Präzision trifft Denkmalpflege
Die Herausforderung bei der Restaurierung des Empiresofas liegt im perfekten Gleichgewicht zwischen dem Konservieren
des historischen Befunds und dem Herstellen der praktischen Belastbarkeit. Schließlich soll das Sofa im Fürstensaal
von St. Peter nicht nur als museumales Schauobjekt dienen, sondern auch wieder voll funktionstüchtig sein.
Die Einzelschritte der Restaurierung:
Sicherung & Festigung: Die empfindlichen, originalen Hanfgurte und Fassonschichten werden behutsam gereinigt,
ausgetauscht oder dort nachgespannt, wo es die Statik erfordert.
Ergänzung mit historischen Materialien: Fehlende oder abgenutzte Polstervolumina werden ausschließlich mit
epochegerechten Materialien wie natürlichem Rosshaar und Werdol ergänzt.
Sorgfältige Bezugsarbeiten: Der neue Bezugsstoff wird unter Berücksichtigung historischer Webmuster und Vorbilder
ausgewählt und fachgerecht von Hand vernäht.
Holz- und Oberflächenbehandlung: Die hölzerne Tragkonstruktion und deren Fassung werden gereinigt, Fehlstellen
ergänzt und die Patina konserviert.
4. Traditionelles Raumausstatterhandwerk im Glottertal
Projekte wie die Restaurierung dieses Empiresofas zeigen die tiefe Verbindung zwischen historischem Kulturgüterschutz und
moderner Raumausstattung. Das Wissen um alte Polstertechniken, Materialkunde und Stilgeschichte fließt bei
Raumausstattung Strecker direkt in die tägliche Arbeit ein – ob bei der Restauration von Familienerbstücken oder der
Anfertigung hochwertiger, individueller Neupolsterungen.
Wir freuen uns darauf, dieses beeindruckende Möbelstück nach Abschluss der Arbeiten wieder an seinen angestammten Platz
im Fürstensaal des Klosters Sankt Peter zu übergeben!
Haben Sie selbst ein antikes Polstermöbel, das eine fachgerechte Aufarbeitung benötigt?
Ob Erbstück, Antiquität oder Stilmöbel – wir beraten Sie gerne unverbindlich zu Restaurierungs- und Polstermöglichkeiten.
Raumausstattung Strecker | Ihr Meisterbetrieb im Glottertal
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